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Colours of the Sea Battalions 1871-1918 (Germany)

Fahnen der Seebataillonen

Last modified: 2004-08-07 by
Keywords: sea battalions | seebataillone |
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Description

From Schlawe 1913, p. 131:

Das Fahnentuch dieser Fahnen, aus schwerer weisser Seide, in einem Stueck gewebt, misst 1.4 m im Quadrat. Das orangefarbeene Mittelfeld traegt den deutschen Reichsadler, von einem gruenen Lorbeerkranze umrahmt, jede der vier Ecken die verschlungenen Initialen: "W.I." (Wilhelm Imperator) in Silber ausgefuehrt, von der goldenen mit Edelsteinen verzierten Kaiserkrone ueberragt. Um jede dieser Eckverzierungen schlingt sich gleichfalls ein goldener Lorbeerkranz und zwischen den Ecken liegt je eine flammende Granate. Die Fahnenstange ist weiss mit goldener Spitze; von ihr haengt das Band der Kriegsdenkmuenze vom Jahre 1870/71 herab und laeuft in silbernen, schwarz und rot durchwirkten Quasten aus. In der Spitze der Fahnenstange erblickt man den Kaiserlichen Namenszug, waehrend in den Fahnenring die Buchstaben: "S.B." (Seebataillon) eingraviert sind. Das Fahnentuch ist durch 101 goldene Naegel befestigt.

Zu der Fahne wird ein Bandolier nach Art der fuer das Heer genehmigten Fahnenbandoliere mit Ueberzug getragen, und zwar von der linken Schulter nach der rechten Huefte. Die Farbe des Tuchstreifens ist weiss, die des Tressenbesatzes gelb. Ohne Ueberzug ist es nur im Frieden und zwar zu der enhuellten Fahne anzulegen; dabei ist is so umzuhaengen, dass es ueber dem Fahnenueberzuge liegt.

I will translate what I can:
The cloth of these Colors is a single piece of heavy white silk measuring 1.4 meters square. The orange central field carries the German imperial eagle surrounded by a green laurel wreath. In each of the four corners are the interlaced initials "W.I." (Wilhelm Imperator) embroidered in silver and ensigned with a gold imperial crown chased with precious stones. A golden laurel wreath is intertwined around each of these corner ornaments and between the corners are flaming grenades. The color staff is white with a golden spearhead; from it hangs the streamer of the War Service Medal of 1870/71, ending in a silver, black, and red intertwined tassel. In the spearhead is the imperial cipher, while the letters "S.B." (Seebataillon) are engraved on the ring. The flag is fastened to the staff with 101 golden nails.

To carry the Color, a color sling and holder, in the style adopted by the Army, are used, going from the left shoulder to the right hip. The cloth strip [of the sling] is white and the braid trim is yellow.

(The rest of the paragraph is hopeless for me.)

Joseph McMillan, 5 December 2001

This was one of the very few 1871-1918 German units which was "national" rather than belonging to any of the constituent states. Neubecker 1933 contains a very detailed text plus three images, two of Seebataillone Colours, those of the 1st and 3rd Sea Battalions plus one of a swallowtailed Reiter-Seebataillone Standarte or Colour of a Marine Cavalry Battalion and one of the Ostasiatischen (East Asian) infantry regiments' colours. The latter I thought was a different branch of service but having read the long explanation on the development of these colours I am not quite sure of the relation between them. I am quoting the text in Neubecker 1933 hoping somebody more able than me in translating from German will do so:

Wie es auch im Ausland üblich war, standen in Verbindung mit der Marine im Landdienst ausgebildete Truppen, die Marine-Infanterie, die sowohl in der Rangliste des Heeres wie der Marine ihren Platz hatte. Die fahnen dieser "Seebataillone" (Bild 4 und 5) lehnen sich im Entwurf an die damals üblichen preußischen Gardefahnen an [...]. Die wesentlichen Unterschiede liegen nur darin, daß an die Stelle des preußischen "bewehrten Kriegsadlers" der Reichsadler in der von allen Kaiserlichen Behörden geführten Form trat, und daß das W (Wilhelm) in den Ecknamenszügen und der Fahnenspitze nicht mit dem R (Rex = König), sondern mit I (Imperator = Kaiser) verschlungen ist. Ebenso sind die Königskronen durch die 1871 neu geschaffene Kaiserkrone ersetzt. Schon kurz nach dem Regierungsantritt Kaiser Wilhelms II. wurden dem Reichsadler und der Kaiserkrone gefällige Formen gegeben (6.12.1888), die als Vorlage für die Bemalung der beiden seitdem verliehenen Seebataillonsfahnen dienten (Bild 5). Auf diesen beiden Fahnen ist auch zu dem WI (Wilhelm Imperator) eine kleine II zugesetzt. Die Stangen sind weiß. Die Banderole zeigt, wie nicht anders zu erwarten, die Reichsfarben, aber in die ungewöhnlichen Nebeneinanderstellung Weiß-Schwarz-Rot-Schwarz-Weiß nach dem Vorbilde des Bandes der Kriegsdenkmünze von 1870/71. Die Banderole der 1900 neu geschaffenen Feldzeichen von allgemein deutschen Truppen ist dagegen wie die preußische silbern mit drei Farbstreifen, von denen der mittelste rot statt schwarz ist.

Diese Feldzeichen wurden angefertigt für sechs Infanterie-Regimenter und ein Reiter-Regiment, die sich aus Angehörigen aller deutschen Staaten zusammensetzen und das deutsche Expeditionskorps bildeten, das mit Truppen der anderen Großmächten zusammen die Ermordung des deutschen Gesandten in Peking bestraffen sollte. Nach der Niederwerfung des sogenannten "Boxeraufstandes", wurden die Fahnen und die Standarte ins Zeughaus zu Berlin gebracht. Die Fahnen, untereinander gleich, unterschieden sich von den neuen Seebataillonsfahnen vor allem durch die Eckflammen in den Reichsfarben, außerdem dadurch, daß die seit 1890 für alle neue preußischen Fahnen geltenden Grundsätze, die bei Erneuerungen und Verleihungen zu beobachten waren, auch auf diese Fahnen Anwendung fanden. Ihre Stangen waren daher schwarz. [...]

An dem chinesischen Feldzug nahmen nicht nur die Ostasiatischen Feldzeichen, sondern auch die Fahnen der Seebataillone teil. Letztere haben daher das Band der Chinadenkmünze mit der Spange für den Einzug in Peking.

Die Fahne des II. Seebataillons hat sogar einen Kolonialkrieg mitgemacht, obwohl die Vorbedingungen zur Entfaltung einer Fahne bei den Kolonialtruppen nicht günstig waren. Ein kombiniertes Seebataillon erwarb dieser Fahne das Band der Südwestafrika-Dekmünze mit der Inschrift "Hereroland" auf den Gefechtsspangen.

Bei Ausbruch des Weltkrieges stand das I. Seebataillon in Kiel, das II. in Wilhelmshaven, das III. in Tsingtau. Die Fahne des III. Bataillons wurde kurz vor der durch die zwanzigfache Übermacht der Japaner und völligen Munitionsmangel erzwungenen Übergabe von Tsingtau dort Vernichtet. Nur die Spitze, der Fahnenring, ein Stück des Bandeliers und das vom Prinzen Heinrich von Preußen geschenkte Fahnenband wurden durch den "Flieger von Tsingtau", Gunther Plüschow, im Flugzeug gerettet.

Die beiden ersten Seebataillone bildeten den Grundstock zum 1. bzw. 2. Marine-Infanterie-Regiment und trugen so ihre Fahnen auf die flandrischen Schlachtfelder. [...]

Source: Neubecker 1933, pp. 4 and 5, ills. 4, 5 and 7.

Santiago Dotor, 11 December 2001

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